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Böögg

Wenn am Montag um 18 Uhr der Böögg angezündet wird, warten alle gespannt darauf, wann der Kopf explodiert.

Zahlen und Fakten

10 Meter
5000 Bürdeli
3.4 Meter
100 Kilogramm
2.8 Meter
1.9 Meter
1.8 Meter
Holz von Zürcher
Allebäumen

Historischer Hintergrund

Die Verbrennung des heute bekannten Sechseläuten-Bööggs hat seinen direkten Ursprung im Kratzquartier, dem Gebiet zwischen Fraumünster und dem heutigen Bürkliplatz. Die «Chrätzler-Bueben» verbrannten seit Jahrhunderten einen oder gar mehrere Bööggen auf verschiedenen «Richtplätzen». Wie viele Feuerbräuche waren auch die Bööggen-Verbrennungen an die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche gebunden. So wurden die Bööggen der Kratzbuben jeweils just zu dem Moment verbrannt, zu welchem die Zünfter ihr Sechseläuten begingen. Die Kratzbuben waren es übrigens auch, welche begannen, ihre Bööggen mit allerlei Feuerwerkskörpern zu stopfen.

 

Auslöser für die Integration des Bööggs in das Sechsläutenfest war der rührige Widder-Zünfter Heinrich Cramer, der den ersten «offiziellen» Kinder- bzw. Knabenumzug fachkundig organisierte und damit Ordnung in die bis dahin unstrukturierten, spontanen Umzüge der «Chrätzler-Bueben» brachte, welche ihren Böögg vor der «Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen» durch die Stadt karrten. Es brauchte indes noch dreissig Jahre, bis die Bööggenverbrennung 1892 als fester Bestandteil in den Ablauf des Sechseläutens aufgenommen wurde. In Gestalt eines Schneemannes wird der Böögg erst seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Holzstoss verbrannt. Die Bezeichnung «Böögg» bedeutet in Zürich «verkleidete, vermummte Gestalt» (vergl. «Fasnachts-Böögg»).

 

Pocket-Böögg

Der Böögg im Taschenformat für das ganz private Sechseläuten.
Für das ganz private Sechseläuten im eigenen Garten gibt es seit einigen Jahren den Pocket-Böögg. Der Böögg im Taschenformat kann im Baukastensystem selbst gebaut werden. Der Bausatz enthält einen Scheiterhaufen, den Böögg mit Besen und Hut sowie zwei Lady-Kracher für den finalen Knall.

Der Pocket-Böögg wurde im Rahmen einer Kooperation der Stiftung RGZ und der Zürcher Hochschule der Künste entwickelt. Das Projekt wurde vom Zentralkomitee der Zünfte Zürichs begleitet. Aus der Zusammenarbeit ist ein überraschendes, sinnvolles Produkt hervorgegangen, dass von den betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der RGZ-Werkstätte hergestellt werden kann.

Erhältlich für CHF 78.00 bei der RGZ-Werkstätte Rauti unter Tel. 058 307 11 11